Mau Yee (Münchner Freiheit) – chinesische Dschunke vom 29.05. – 06.06.2010
Am 29.05.2010 haben wir (7 Mädchen: Marina, Jenny, Heide-Marie, Janine, Simone, Lisa, Linda und unsere Betreuerin Katja und ein unser ehemaliger Zivi Benni) uns auf den Weg zu einer abenteuerlichen Reise auf eineralten Dschunke im Mittelmeer begeben. Es sollen nun 8 Tage werden, die wir miteinander auf dem Schiff verbringen.
Unsere Autofahrt zur Münchner Freiheit, der einzigen chinesischen Dschunke im Mittelmeer in Slowenien, verlief ohne viel Stau. Gleich bei der Ankunft haben wir den Speiseplan für die Woche geplant und wir haben uns in Kochteams eingeteilt und den Einkauf zusammen gemacht. Am Abend schauten wir „ein Star für Oslo“ wo wir jubelnd nach Hause zurück an Deck gelaufen sind, da Deutschland gewonnen hat. Marina und Jenny haben die erste Nacht, bis früh zum Morgengrauen an Deck in ihrem Schlafsack schlafen wollen, dann wurde es doch etwas kühl und sie krochen in ihre warmen Kojen. Am morgen ist Heide-Marie als Erste baden gegangen, es war keine Absicht, sie ist einfach zwischen Boot und Steg ins Wasser gefallen. Das war der erste Schreck, aber ein Glück ist nichts passiert. Am Tag begann es dann zu regnen und hörte erst später wieder auf! Wir haben einen ersten Ausflug auf der MauYee unternommen. Es war ein Badetag mit springen von Bord. Wir hatten jede Menge spaß. Es regnete am Abend wieder. Wir haben Gesichtsmasken aufgelegt und den Abend Karten gespielt. Um den Montag, der ebenfalls sehr verregnet blieb in Portoroz, zu überbrücken waren wir in der Therme, in der die Becken Salzwasser hatten, mit Blick auf´s Meer. Der Nachmittag war lustig und eine Abwechslung. Wegen dem Regen konnten wir erst am Dienstag zum einklarieren nach Novigrad aufbrechen. In Novigrad haben wir einen abenteuerlichen Anlegeplatz bekommen. Wir haben mit dem Schlauch unser Geschirr abgespült und einen Stadtspaziergang gemacht mit leckerem Eis von akrobatischen Eisverkäufern, die die Eiskugeln durch die Luft in die Eistüten geworfen hatten. Am Abend haben wir gegrillt an Bord und Salat dazu gemacht. Am nächsten Morgen, am Mittwoch, sind wir nach Rovinji aufgebrochen und konnten sogar auf dem Weg Delphine sehen. Sie haben uns Sprünge vorgeführt und sind eine Zeit neben der Mau Yee mit geschwommen. Leider hat auch heute kein Segeln geklappt. Der Wind müsste uns direkt von hinten in die Segel blasen, damit wir überhaupt unsere Segel hissen könnten. Aber nein, dieses Glück hatten wir heute leider nicht. In Rovinji angekommen haben wir einen Stadtbummel gemacht, hoch zur Kirche mit herrlichem Ausblick und wieder einem leckeren Eis im Eiscafe. Dann kam uns das erste Gewitter wieder entgegen. Wir haben eine riesige Plane über unser Schiff gezogen. Es hat geblitzt und gedonnert. Nach dem Regenguss gab es Essen, am Steg hat Linda Salat geschnippelt und gewaschen und wir haben es uns gut gehen lassen. Am Donnerstag sind wir zurück nach Novigrad gefahren, leider konnten wir wieder keine Segel setzen. Der Wellengang war so heftig, dass Janine von der einen Seite des Schiffes zur anderen geflogen ist. Ihr ist ein Glück nichts passiert. Auch Jenny lag Seekrank im Bett. Es blieb eine Motorbootfahrt mit viel Turbulenzen. In Novigrad angekommen ließ Marina ihr Handy aus versehen ins Wasser fallen. Nun begann die Suchaktion ohne Erfolg. Alle haben wir zusammen geholfen. Es wurde viel gelacht, aber Marina war besonders anfangs sehr traurig. Letztendlich haben wir mit Flosen und Taucherbrille, einer Flasche Wasser zur Tiefenmessung alles versucht und das Handy doch nicht entdeckt. Nun bleibt es doch bei den Fischen. Lisa hat es sogar mit den Krebsen auf sich genommen. Wir waren am Abend alle zusammen essen und die Stimmung war gut und alle waren müde. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Slowenien in unseren Heimathafen. Wir sind noch mal vor Anker ins Wasser gesprungen. Das Wasser war aber an diesem Tag etwas kälter. Am Abend haben wir an Bord gegrillt. Am Samstag sind wir zeitig aufgebrochen, nachdem wir die MauYee noch mal von oben bis unten durch geschruppt haben. Es war eine lange Autofahrt, mit einem geplatzten Reifen kurz vor München. Das hat noch mal alle Nerven strapaziert. Doch der ADAC war schnell und hat unseren Schaden behoben. Wir kamen erleichtert und müde zu Hause an. Es war toll auf unserer Dschunke. Wir hatten eine tolle aufregende Woche.
Redakteure: Marina + Jenny mit freundlicher Unterstützung von Betreuerin Katja
